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Geldanlage

Silber als Geldanlage

Die Geldanlage in Edelmetalle hat historisch mit deren Knappheit zu tun. Die Produktionskapazitäten der Edelmetalle sind ebenso wie ihre Vorkommen begrenzt, Silber ist knapp. Gerade in ökonomischen Krisen, in denen Staaten gern Geld drucken, erhält dieser Aspekt ein ganz besonderes Gewicht.

Die Gewichtung von Silber im Depot

Experten empfehlen gegenwärtig (Stand: Mai 2011) eine Gewichtung von 75 Prozent Silber gegenüber anderen Edelmetallen im Depot. Ein Grund dafür ist die relativ unkomplizierte Anlage mittels Münzen oder Barren, die auch mit kleinen Anlagesummen zu beginnen ist, sowie die universelle Handelbarkeit von Silber. Goldhandel- und Besitz war in den USA schon einmal verboten, für Silber hat es das noch nie gegeben. Ein solches Verbot ist auch nicht zu erwarten, allein wegen der industriellen Bedeutung von Silber. Ein weiteres Argument für Silber ergibt sich aus dem Aspekt, dass das Edelmetall von Notenbanken nur in relativ geringen Mengen vorgehalten wird. Das macht eine Manipulation des Silberpreises durch staatliche Interventionen nahezu unmöglich, während Gold immer wieder in großen Mengen auf den Markt gelangen kann, was Preisstürze verursacht.

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Wie selten ist Silber?

In der Erdkruste gibt es nach Schätzungen etwa 20-mal mehr Silber als Gold, über dem Boden ist es jedoch seltener und vor allem wesentlich schwerer zu fördern. Darüber hinaus wird es jährlich schwieriger, die industrielle Nachfrage nach Silber zu befriedigen. Die Förderung von Silber gegenüber Gold ist - über sehr lange Zeiträume betrachtet - rückläufig. Im Jahr 1650 produzierte die Welt das 44-Fache an Silber gegenüber Gold, gegenwärtig ist es noch das Siebenfache. Silber wird vorwiegend im Zusammenhang mit anderen Metallen unterirdisch gefördert, je tiefer man dabei bohrt, desto geringer wird der Silberanteil im Erz. Auch das weltweit gelagerte Silber nimmt offenbar stark ab. Konservativen Schätzungen zufolge gibt es weltweit noch etwa 250 Millionen Unzen an Lagerbeständen, in den 1950er Jahren soll allein die US-Regierung knapp 4 Milliarden Unzen vorrätig gehalten haben.

Frühere Konjunkturzyklen

Der gegenwärtige Konjunkturzyklus für Edelmetalle im Allgemeinen und Silber im Besonderen ist natürlich nicht gänzlich neu. Es lohnt sich, einen Blick auf vorangegangene Zyklen zu werfen. Zwischen 1960 bis 1980 gab es einen Bullenmarkt für Edelmetalle, eine klassischen Rohstoffhausse wie die, in der wir uns gegenwärtig befinden (momentan etwa im ersten Drittel der Zeitspanne). In dieser Hausse stieg Gold von 35,- auf 850,- Dollar pro Feinunze an, also um etwa 2.400 Prozent. Silber stieg jedoch in dieser Zeit von 90 Cent auf 50,- Dollar, ein Anstieg von 5.600 Prozent.

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